Branchenzuschläge in der Zeitarbeit!

Die Branchenzuschläge sind seit dem 01.11.2012 in Kraft.

 

 

Hier kurz und bündig ein paar Fakten:

 

1. Warum gibt es Branchenzuschläge?

 

Die Politik hat im Jahr 2012 die Tarifparteien (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) aufgefordert eine Lösung zur Angleichung der Löhne zwischen Stammbeschäftigten und Zeitarbeitnehmern zu finden. Sollte dies nicht geschehen, wird es eine gesetzliche Lösung in Form von Equal Pay (gleiche Bezahlung) geben.

Mit der Lösung der Branchenzuschläge wurde somit eine Vorgabe der Politik erfolgreich umgesetzt.

 

2. Wer verhandelt da mit wem?

 

Jede Gewerkschaft hat die Möglichkeit mit den Arbeitgeberverbänden (Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit VGZ) = iGZ & BAP) der Zeitarbeit einen eigenen Branchenzuschlagstarif abzuschließen. Dies ist daher möglich und nötig da für jede Einzelgewerkschaft die Tarifautonomie gilt.

 

3. Für wen gelten die Branchenzuschlagstarifverträge?

 

Grundsätzlich erstmal für alle tarifgebundenen und auch tarifungebundenen Unternehmen in Deutschland (Ost und West) die den entsprechenden Branchen angehören. Handwerksbetriebe sind ausgenommen.

 

4. Welche Branchen sind bislang betroffen?

(hier gelangen Sie zum Download der Branchentarifverträge)

 

Metall- und Elektroindustrie

Chemische Industrie

Kautschukindustrie

Kunststoffindustrie

Schienenverkehrsbereich

Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie

Textil- und Bekleidungsindustrie

Papier-, Pappe-, Kunststoffindustrie

Kali- und Steinsalzbergbau

Tapetenindustrie

 

5. Wie weisen Unternehmen nach, dass Sie zu einer der betroffenen Branchen gehören?

 

Unternehmen die Zeitarbeitnehmer einsetzen, sind verpflichtet, ihre Branchenzugehörigkeit anzugeben. Zukünftig wird diese Angabe in den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag aufgenommen.

 

6. Welche Zeitarbeitsfirmen müssen den Tarifvertrag Branchenzuschläge anwenden?

 

Ausnahmslos alle Zeitarbeitunternehmen in Deutschland die den Tarifvertrag zwischen BZA und den Einzelgewerkschaften des DGB verhandelten Tarifvertrag anwenden vereinfacht gesagt: Alle die den Tarif des iGZ und den Tarif des BAP anwenden. Dies betrifft derzeit ca. 98% aller Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland.

 

7. Welche Fragen kommen auf die Unternehmen zu?

 

a.) Wenden Sie den Tarifvertrag der Metall-Elektroindustrie (alt. chemischen Industrie, etc.) an?

b.) Wenn nicht, welches regelmäßig gezahlte Entgelt erhält ein vergleichbarer Arbeitnehmer Ihres Betriebes?

 

8. Wie ist das Grundsystem der Branchenzuschläge?

 

Das Grundsystem ist, dass ein Mitarbeiter wie bisher beim Zeitarbeitsunternehmen in eine Entgeltgruppe eingruppiert wird und danach den Tariflohn erhält. Nach verschiedenen Zeitfenstern erhält der Mitarbeiter nun Prozente auf diesen Tariflohn.

 

Beispiel: Metall - und Elektroindustrie

 

Helfer/in mit Tariflohn (ab 01.04.2014) von 8,80 Euro

 

ab 7. Woche:          + 15%           also 10,12 Euro

ab 4.Monat:            + 20%           also 10,56  Euro

ab 6. Monat:           + 30%           also 11,44 Euro

ab 8. Monat:           + 45%           also 12,76 Euro

ab 10.Monat:          + 50%           also 13,20 Euro

 

***ACHTUNG***

Das Ganze ist gedeckelt. Das bedeutet kein Mitarbeiter kann mehr als 90% des Vergleichsentgeltes verdienen.

 

9. Wie reagiere ich jetzt am Besten?

 

Wenn Sie Kunde von aks! Personal GmbH sind, werden Sie von uns zeitnah kontaktiert. Dann werden wir in einem persönlichen Gespräch feststellen inwiefern Sie überhaupt betroffen sind und wie man damit umgeht sowie gerne auf Wunsch näher ins Detail gehen.

 

Wenn Sie Mitarbeiter von aks! Personal GmbH sind, werden Sie von uns ebenso zeitnah darüber informiert. Sollte Sie das Thema schon jetzt brennend interessieren, rufen Sie einfach in unseren Niederlassungen an und wir machen einen direkten Termin und schauen was in Ihrem Fall passiert.

 

Wenn Sie noch kein Kunde sind, aber eigentlich gerne Kunde wären, dann rufen Sie uns gerne an und vereinbaren einen unverbindlichen kostenlosen Informationstermin in dem wir detailliert darauf eingehen, wie Ihr Unternehmen von den Branchenzuschlägen betroffen ist. Gerne finden wir dann gemeinsam mit Ihnen eine Lösung!

 

Die Praxis zeigt, dass es leichter zu handhaben ist, als es zunächst erscheint.

 

Wir finden zusammen mit Ihnen die passende Lösung!

 

 

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